Island - Insel aus Feuer und Eis

Die kleine Insel am Rande des Polarkreises beeindruckte mich in erster Linie durch seine geologische Vielfalt. Im Thingvellir Nationalpark, unweit der Hauptstadt von Reykjavik wurde mir die landschaftliche Vielfalt Islands so richtig bewusst.

In Island trifft, die amerikanische und die eurasische Platte aufeinander und zerrt die Insel jährlich um 2cm auseinander. Namensgeber von „Eisland“ ist der Vatnaköküll, die größte Eismasse, die die Erde außerhalb der Antarktis und des grönländischen Inlandeises kennt. Mitten in dieser von wilden Gebirgen getragenen Eiswüste finden sich eine stattliche Anzahl von Vulkanen, die immer wieder die Insel umgestalten und uns Menschen daran erinnern, dass wir eigentlich nur Gast sind. Der Ausbruch des Bardabunga im Jahr 2014, war der zweitgrößte Ausbruch seit dem Laki Ausbruch von 1782. Die Lava bedeckt letztendlich rund 85qkm. Karg und kaum bewohnt erscheint einem zunächst die Insel, aber jeden Tag entdeckt man eine Schönheit nach der anderen. Im Südwesten ist die Insel durch Steilküsten gesäumt – ein Paradies für Seevögel, dazwischen liegen Sanddünen und flache Strände, das Hochland ein Wander- und Badeparadies, der Norden für seine guten Walbeobachtungen, der Osten für die eindrucksvollsten Fjorde und der Süden für die Gletscher.

Im Frühjahr und im Herbst geht es ebenfalls sehr lebendig zu. Dann ist die Zeit der großen Vogelzüge zwischen den Winterquartieren auf den Britischen Inseln und den sommerlichen Brutplätzen in Grönland und Kanada. Im Herbst werden die Pferde und Schafe, die den Sommer auf den saftigen Weiden verbracht haben, wieder eingefangen. Ein Spaß für die Isländer und ein Schauspiel für uns.

Meine Rundreise durch Island waren stets von neuen Eindrücken und Erlebnissen beeindruckt, die Landschaften verändern sich, die Menschen hingegen sind wie eh und eh gastfreundlich und offen dem Besucher gegeben. Fazit: ein Reise nach Island, ist eine Reise für alle Sinne!