Sri Lanka - Teeplantagen, Tempel & eine Hochzeit

Keine Reise wie jene nach Sri Lanka ist mir so sehr in Erinnerung geblieben. Vor allem ist dort aber auch meine Liebe für den asiatischen Raum entstanden - die Kultur, das Land und seine Leute, fremd und doch vertraut. Bei meiner viertägigen Privatreise ging es für mich quer durch Sri Lanka. Vorbei an Teeplantagen im Hochland, durch das große geschäftige Colombo, durch kleine Städtchen im Inland bis an die Küsten im Osten mit seinen weißen Sandstränden.

Ein besonderes Highlight für mich war das Städtchen Nuwara Eliya. Die Kleinstadt liegt auf 2.000 Metern Seehöhe. Eingebettet in eine einzigartige Landschaft ist es ein ganz besonderes Naturjuwel in Sri Lanka. Besonders bekannt ist der Ort auch für sein kühles Bergklima und seine Teeplantagen. Einmalig ist auch der Weg von Nuwara Elya nach Kandy, hier überwindet man fast 1.400 Meter Höhenunterschied. Kilometerweit sieht man nichts anderes als Teesträucher an den Berghängen und es bietet sich an einige alte Teefabriken zu besichtigen. Zwischen den Teeplantagen sieht man einheimische Frauen, die den Tee ernten. Wir haben erfahren, je höher das Anbaugebiet ist, desto besser ist die Qualität der Teeblätter. Hier wächst der berühmte Ceylontee.

Auch von Kandy war ich sehr angetan. Die geschäftige Stadt, inmitten der Insel, liegt an den Ufern eines künstlichen Sees. Die Hauptattraktion ist der Dalada Maligawa, auch Zahntempel genannt. Der Tempel hütet im Inneren das größte Heiligtum der Insel - einen Zahn des letzten Buddhas aus dem 4. Jahrhundert. Uns wurde erzählt, das von diesem Zahn spirituelle Kräfte ausgehen und drei Mal am Tag der Schrein mit dem Zahn geöffnet wird. Einmal im Jahr gibt es zudem eine farbenprächtige Zeremonie, bei dem der Zahn durch die Straßen getragen wird, begleitet von Elefanten, Trommlern und Tänzern. Leider haben wir dies nicht persönlich miterleben dürfen.

Am Ende der wunderschönen Rundreise wurden wir sogar zu einer einheimischen Hochzeit eingeladen. Das passierte ganz zufällig bei einer kleinen Pause, die wir eingelegt hatten. Es war wie in unserer Vorstellung: Der Bräutigam und die Braut trugen traditionelle Gewänder. Der Altar war mit vielen Blumen geschmückt. Die verschiedenen Zeremonien waren uns nicht ganz verständlich, aber als ein Symbol übergabt der Bräutigam der Braut einen roten Sari, der wohl als Frucktbarkeitssymbol gilt. Die Braut zieht sich zurück und kommt im roten Sari zurück. Und was uns auch nicht fremd war, der berühmte rote Punkt, den der Bräutigam der Braut auf die Stirn macht. Das Brautpaar wurde dann von vielen tollen Blumengirlanden behangen.

Dies war wirklich ein krönender Abschluss unser kurzen, aber sehr informativen Rundreise, durch Sri Lanka. Ich kann nur jedem empfehlen diese facettenreichen Insel im indischen Ozean persönlich kennen zu lernen.

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